20.12.2010, 09:27 Uhr | DAPD
Berlin (dapd-bay). Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), ruft zur intensiveren Förderung leistungsschwacher Schüler auf. Nach der Veröffentlichung der jüngsten PISA-Studie von 2009 sagte der CSU-Politiker am Dienstag in Berlin, die nach dem ersten PISA-Test aus dem Jahr 2000 eingeleiteten Maßnahmen, vor allem der Ausbau der frühkindlichen Bildung und der Ganztagsschulen, "haben sich offensichtlich bewährt und zeigen klar sichtbare Erfolge".
Der CSU-Politiker betonte: "Wir müssen und werden diese grundsätzlich positive Entwicklung konsequent fortsetzen und über alle Länder hinweg verstärken." Das bedeute eine intensive Förderung der Leistungsschwächeren sowie der Schüler mit Migrationshintergrund durch eine systematische Lese- und Sprachförderung. Diese müsse frühzeitig einsetzen und auch in den weiterführenden Schulen gezielt fortgesetzt werden. "Die auf allen Stufen erforderliche individuelle Förderung bezieht auch die leistungsstärkeren Schüler mit ein."
Die deutschen Schüler holen im internationalen Vergleich allmählich auf. Die 15-Jährigen wurden im Lesen in den vergangenen Jahren stärker, im Vergleich mit den übrigen OECD-Staaten sind sie aber weiter Mittelmaß. In Mathematik und Naturwissenschaften schneidet Deutschland erneut besser ab als der Durchschnitt der OECD-Länder. Der Rückstand gegenüber Spitzenreitern wie Südkorea oder Finnland ist aber nach wie vor groß. Am besten sind durchweg Schüler aus Asien.
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