21.03.2011, 11:30 Uhr | dapd
Berlin (dapd-lsa). Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich die SPD bisher nicht eindeutig zu einer Koalition mit der CDU bekannt. Bei dem Wahlergebnis liege es natürlich nahe, mit dem bisherigen Koalitionspartner weiter zu regieren, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel am Montagmorgen vor der Sitzung der Parteigremien in Berlin. Dazu müsse es aber auch substanzielle Angebote von der CDU geben. "Es kann nicht sein, dass die SPD sich sozusagen zum Nulltarif in die Regierung hinein begibt."
Auch SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn sagte, es sei normal, dass die Partei jetzt zunächst nachdenke und das Wahlergebnis sacken lasse. In Anbetracht der Wahlergebnisse sei man froh, in der Regierung dabei zu sein, aber traurig, nicht mehr Mandate errungen zu haben. Nach 17 Prozent bei der Bundestagswahl sei die Partei jetzt aber wieder hochgekommen. "Ich habe selten einen Wahlkampf erlebt, wo zwei Drittel der Bevölkerung sagt, wir sind zufrieden mit euch", sagte Bullerjahn weiter.
Die SPD wurde am Sonntag mit 21,5 Prozent wieder drittstärkste Kraft hinter der Linkspartei mit 23,7 Prozent. Ihr bisheriger Koalitionspartner blieb mit 32,5 Prozent stärkste Partei.
dapd
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