14.07.2011, 12:50 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Holbein-Madonna
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Verkauf der Holbein-Madonna an den baden-württembergischen Unternehmer Reinhold Würth ist aus Sicht des Städel-Direktors Max Hollein bedauerlich. Aber "ich glaube, dass er ein guter Käufer ist", sagte Hollein der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Würth habe zugesagt, das Gemälde auch künftig öffentlich zu zeigen. Sicher werde es auch wieder im Frankfurter Städel Museum zu sehen sein, wo es noch bis zum 24. Juli ausgestellt ist.
Das Städel Museum hatte 40 Millionen Euro in bar für das Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren geboten. Es sei davon auszugehen, dass nun deutlich mehr für das Werk gezahlt wurden, das zu den bedeutendsten Renaissance-Kunstwerken gehört, sagte Hollein. Über den Kaufpreis, der nun an die Erbengemeinschaft nach Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein gezahlt wird, gibt es nur Spekulationen.
Es sei allen klar gewesen, dass das Werk einen Rekordpreis erzielen würde, sagte Hollein. Mehr als 40 Millionen Euro habe das Museum aber nicht aufbringen können: "Das war die Grenze des Machbaren. Auch für ein Museum ist es nicht alltäglich, eine so hohe Summe bereitzustellen." Die Summe setze sich aus eigenen Mitteln und Zusagen von Stiftungen und dem Land Hessen zusammen.
Quelle: dpa
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