22.02.2012, 13:24 Uhr | dapd
Der tagelange Streik der Vorfeld-Beschäftigten am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main hat die Lufthansa schon viele Millionen Umsatz gekostet. "Bei den Erlösen haben wir bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingebüßt", sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). Bis Dienstag seien knapp 700 Flüge ausgefallen, 55.000 Passagiere hätten wegen des Ausstands der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nicht befördert werden können.
Der Streik der knapp 200 Lotsen und Kontrolleure ging am Mittwoch in den fünften Tag. Die GdF will die Arbeitsniederlegung noch bis mindestens Freitag um 23.00 Uhr durchhalten. Die Gewerkschaft will beim Flughafenbetreiber Fraport höhere Löhne durchsetzen. Verhandelt wird derzeit nicht.
Die Lufthansa hat ihre Basis am Rhein-Main-Flughafen und ist Lauer zufolge "Hauptbetroffener des Streiks". Europas größte Fluggesellschaft unterstützt Fraport im Tarifkonflikt. "Das ist eine strategisch-politische Frage", erklärte Lauer. Fraport dürfe "der Erpressung durch die GdF" nicht nachgeben.
Sollte die Gewerkschaft ihre Forderungen durchsetzen, werde sich das auch bei Lufthansa bemerkbar machen, sagte Lauer. Rechtliche Schritte der Lufthansa gegen die GdF schloss er nicht aus.
dapd
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