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Sturmtief Bert richtet Schäden im Norden an

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Sturmtief Bert richtet Schäden im Norden an

27.08.2011, 16:41 Uhr | dapd

Hamburg (dapd-lmv). Das Sturmtief Bert mit Starkregen und schweren Sturmböen hat in Teilen Norddeutschlands Schäden hinterlassen. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg mussten die Einsatzkräfte aufgrund von Sturm und Starkregen vermehrt ausrücken. Nach Angaben der Feuerwehren wurden zwei Menschen verletzt. Mecklenburg-Vorpommern blieb von dem Unwetter weitgehend verschont. Am Samstag sollte die Gewittergefahr nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes abnehmen. Es wurde jedoch vereinzelt mit Windböen gerechnet.

Allein im Landkreis Pinneberg in Schleswig-Holstein wurde die Feuerwehr bis 2.30 Uhr zu mehr als 150 Einsätzen gerufen, wie Kreispressewart Michael Bunk auf dapd-Abfrage sagte. Die Feuerwehr musste vollgelaufene Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Besonders betroffen war die Gegend rund um Quickborn. In Tangstedt musste nach einem Blitzeinschlag der Brand in einem Einfamilienhaus gelöscht werden. Insgesamt waren im Landkreis Pinneberg mehr als 400 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Auch in das Dach eines Stalls mit mehreren hundert Schweinen in Goldenbek (Landkreis Segeberg) schlug ein Blitz ein. Sowohl die Tiere als auch Menschen blieben unverletzt, wie der Kreisfeuerwehrverband Segeberg mitteilte.

Vor der Nordseeinsel Helgoland stießen am Freitag zwei Passagierschiffe leicht zusammen. Bei der Kollision der "Helgoland" und der "Funny Girl" wurde niemand verletzt, wie die Polizei in Elmshorn mitteilte. Eine der beiden Fähren lief zwischenzeitlich auf Grund.

Auf der Ostseeinsel Fehmarn machte ein Blitzeinschlag ein Wohnhaus unbewohnbar. Der Brand sei erst am Samstagvormittag gelöscht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher auf dapd-Anfrage. Niemand wurde verletzt. Das Feuer brach gegen 1.50 Uhr in dem Wohnhaus in Johannesberg aus. Etwa 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren in der Nord- und Ostsee bei Windstärken bis zehn Beaufort mit Windgeschwindigkeiten bis 55 Knoten (rund 100 Kilometer pro Stunde) stundenlang im Einsatz.

Bereits am Freitagnachmittag hatte es in Niedersachsen Starkregen und Orkanböen gegeben. In Oldenburg gingen innerhalb von 20 Minuten bei der Polizei etwa 80 Notrufe ein. Im Emsland musste ein Mann nach einem Blitzeinschlag verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Im Landkreis Stade wurden 92 wetterbedingte Einsätze registriert. Der Sachschaden dort wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Auch in Hamburg hielt Starkregen die Einsatzkräfte in Atem. Von 20.30 bis 23.00 Uhr rückten die Einsatzkräfte 70 Mal aus, wie ein Feuerwehrsprecher am Samstag auf dapd-Anfrage sagte. Neben vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen und umgeknickten Bäumen musste im Stadtpark das Konzert der Band Wir sind Helden abgebrochen werden. Es wurde niemand verletzt.

Ruhiger verlief die Nacht in Mecklenburg-Vorpommern. Es seien vereinzelt Bäume umgefallen, sagte ein Sprecher der Lagezentrums in Schwerin auf dapd-Anfrage. In Lübberstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) setzte ein Blitzeinschlag ein Mehrfamilienhaus gegen 4.30 Uhr in Brand. Ein 60-jähriger Bewohner erlitt bei eigenen Löschversuchen Verbrennungen ersten und zweiten Grades und wurde in eine Klinik eingeliefert. Der Sachschaden wird auf eine sechsstellige Summe geschätzt.


dapd  

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