04.01.2012, 13:36 Uhr | dapd
Umgestürzte Bäume, verunglückte Lastwagen und abgesagte Veranstaltungen - Sturmtief Ulli hat Nordrhein-Westfalen am Dienstagabend in Atem gehalten. Bei Windgeschwindigkeiten von mancherorts über 100 Stundenkilometern mussten Helfer zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Verletzte gab es aber kaum, wie die Einsatzstellen am Mittwoch mitteilten.
Die kräftigsten Windböen wurden in der Region Aachen gemessen. Zu 43 wetterbedingten Einsätzen mussten Rettungskräfte bis zum Abend ausrücken. Eine 52-jährige Pkw-Fahrerin wurde bei Simmerath leicht verletzt, als ihr Auto im Sturm von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Bei Würselen stürzte ein Lkw-Anhänger um. In Aachen wurde eine 45-Jährige von einer herabstürzenden Satellitenschüssel getroffen und leicht verletzt.
Wegen eines umgestürzten Baumes wurde in Ennepetal am Dienstagabend ein Regionalzug der Deutschen Bahn evakuiert. Rund 290 Fahrgäste mussten den Zug mit Unterstützung der Feuerwehr verlassen, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Auf der Autobahn 44 in Höhe Bad Wünneberg kippte ein Lastwagen wegen starker Seitenwinde um.
Am Abend sagte der russische Staatszirkus eine Vorstellung in Krefeld wegen der Windböen ab. Auch in Oberhausen verschoben Veranstalter eine Aufführung in einem Theaterzelt. In Düsseldorf beklagten Helfer am Abend, dass durch den Wind ein drei Meter großes Emblem des derzeit so erfolgreichen Fußballvereins Fortuna zerstört wurde.
Ab Mittwochabend zieht das Sturmtief Andrea über Nordrhein-Westfalen hinweg. Der Deutsche Wetterdienst erwartet orkanartige Winde und starke Regenfälle - stärker noch als bei Ulli.
dapd
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