09.01.2012, 08:52 Uhr | dapd
Wenige Tage vor Beginn der Abrissarbeiten am Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs haben am Samstag mehr als tausend "Stuttgart 21"-Gegner gegen das Vorhaben demonstriert. "Wer jetzt zulässt, dass Fakten geschaffen werden, begibt sich auf eine Geisterfahrt", sagte der Sprecher des Aktionsbündnis der Gegner, Hannes Rockenbauch, auf einer Kundgebung im Stuttgarter Schlosspark. "Stuttgart 21 ist eben nicht zu Ende geplant. Deswegen kann keiner redlich sagen, was das Projekt am Ende kosten wird."
Die Bahn will am Montag mit den Vorbereitungen für den Abriss beginnen. An der Demonstration beteiligten sich nach Veranstalterangaben zwischen 3.000 und 4.000 Menschen. Die Polizei sprach von 1.200 Teilnehmern. Nach der Kundgebung zogen sie weitgehend schweigend zum Südflügel des Hauptbahnhofs, der für das Milliardenprojekt weichen soll.
Viele der Protestierenden hielten Anklage-Schilder mit Bildern von Entscheidern in die Höhe. Zu sehen waren unter anderem Bahn-Chef Rüdiger Grube, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), und der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD).
Gegner: Kampf um "S21" noch nicht entschieden
Den Kampf um den umstrittenen Tiefbahnhof sehen die "Stuttgart 21"-Gegner noch nicht entschieden. Rockenbauch sagte: "Wir können uns darauf verlassen, dass bei dem Projekt noch so viele Leichen im Keller liegen, dass wir jedes Mal die Grundsatzfrage stellen können, ob dieser Wahnsinn sein darf." Zuletzt hatte die Polizei die Räumung des Protestcamps im Mittleren Schlossgartens am kommenden Donnerstag abgesagt, weil die Bahn bislang noch keine Erlaubnis für das Fällen der Bäume hat.
Clarissa Seitz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sagte, dass für das gesamte Bahnhofsprojekt noch so viele Genehmigungen fehlten, dass es "keinerlei Legitimation für den Abriss des Südflügels in der kommenden Woche" gebe. Seitz kritisierte auch die geplante Rodung im Mittleren Schlossgarten. Im Schlichterspruch von Vermittler Heiner Geißler sei vorgesehen, dass einige Bäume nicht gefällt, sondern verpflanzt werden sollten. "Vor wenigen Tagen haben wir von der Bahn erfahren, dass alle Großbäume gefällt werden sollen."
Erst vor wenigen Tagen hatte die Bahn eingeräumt, noch immer keine Genehmigung dafür zu haben. Sie habe das auch der Polizei nicht mitgeteilt, die schon die Räumung geplant habe, sagte Rockenbauch und kritisierte die "selbstherrliche Art der Bahn AG", die sich "an Recht und Gesetz vorbei durchzuwursteln versucht".
Aufruf zum friedlichen Widerstand
Rockenbauch räumte ein, "dass wir gerade von außen gesehen in einer momentanen Krise stecken", nachdem die Projektgegner im vergangenen November die Volksabstimmung über die Finanzierungsbeteiligung Baden-Württembergs an "Stuttgart 21" verloren hatten. Er rief dazu auf "friedlich zu bleiben, auch wenn die anderen provozieren und zerstören".
dapd
jupp schrieb:
am 8. Januar 2012 um 17:46:09
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schwaben und demokratie
hey ihr schwaben,
könnt ihr es nicht einfach akzeptieren, das ding wird gebaut. ihr hättet mal früher aufstehen
müssen, als kurz vor schluss, aber dann werd ihr ja mal schnell gewesen und das passt nicht zu euch,.
die mehrheit hat entschieden, auch wenn es euch nicht gefällt. noch leben wir in einer art demokratie, nicht perfekt, aber immer besser als irgendeine diktatur,.
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Stimmt Don Camillo ! schrieb:
am 8. Januar 2012 um 17:24:36
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S21-Gegner
Da die Rechtmäßigkeit des Projektes schon lange entschieden ist, besteht erst Recht kein Grund die Bevölkerung mit diesem
andauernden Tralala zu belästigen.
Vielleicht versteht ihr das auch mal. Das mit der Volksabstimmung ist eben mal nicht so einfach. 1000 Hansel stellen nicht das Volk dar. War auch mal eine gute Erkenntnis für die "Wir sind dasVolk"-Prediger.
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Reiner schrieb:
am 8. Januar 2012 um 17:22:29
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@Doc Stuttgart
Doc, lassen sie sich erst mal untersuchen!! Was ihr Gegner alles versucht den Bahnhof zu verhindern ist Schwachsinnig. Ihr
könnt Euch nicht mal an Gesetze halten, weil sie Euch nicht gefallen. Es wäre an der Zeit dass in Deutschland die Gesetze wieder einmal ausgeschöpft werden aber die Politiker von heute sind leider Gottes Weicheier.
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