19.01.2011, 14:04 Uhr | DAPD
Düsseldorf (dapd-nrw). Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat das neue CDU-Schulkonzept als "relativ beliebig und populistisch" bezeichnet. Die Pläne der größten Oppositionsfraktion für zusätzliche Lehrer im Bildungssystem würden 22.500 Stellen erfordern, sagte die Vize-Ministerpräsidentin am Dienstagabend vor Journalisten in Düsseldorf. "Das ist kein Regierungs-, sondern ein Oppositionskonzept", kritisierte Löhrmann die Pläne der CDU, die nach ihrer Ansicht mit "hohen Kostenrisiken" verbunden sind.
Allein die CDU-Forderung nach kleineren Klassen würde Löhrmann zufolge zur Schaffung von 12.500 Lehrerstellen führen. Die zweizügige Verbundschule mit 15 Schülern je Klasse hätte rund 2.000 Extra-Stellen zur Folge. Hinzu kämen 8.000 Lehrerstellen für das frühere Lernen. Die Forderungen der Christdemokraten seien unglaubwürdig, da die Opposition ansonsten strikt gegen neue Schulden sei, kritisierte die Ministerin.
Der CDU-Landesvorstand hatte am Dienstagabend ein Schulkonzept gebilligt, nach dem Realschulen und Gymnasien erhalten werden sollen, der Bestand der Hauptschulen aber nicht garantiert wird. Vielmehr will man mit einem Ausbau der Verbundschulen aus Haupt- und Realschulen auf sinkende Schülerzahlen reagieren. Am 12. März will die NRW-CDU ihr neues Schulkonzept auf einem Sonderparteitag in Siegen verabschieden.
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