07.03.2011, 11:24 Uhr | dapd
Mainz (dapd-rps). Hundertausende Narren haben am Wochenende in Rheinland-Pfalz überwiegend friedlich die heiße Phase der Straßenfastnacht gefeiert. Im ganzen Land gab es zahlreiche Umzüge und Veranstaltungen. Laut Polizei säumten am Sonntag 311.000 Menschen die Straßen in Mannheim. Die Städte Mannheim und Ludwigshafen veranstalten ihren Fastnachtsumzug jeden Jahr gemeinsam. Dieses Jahr zogen die 99 Festwagen unter dem Motto "Der Frohsinn und die Heiterkeit sind Brückenpfeiler unsrer Zeit" durch Mannheim.
In Mainz versammelten sich die Fastnachtsgarden und Vereine zu einem speziellen Gottesdienst im Dom. In den Fürbitten wurde unter anderem um eine gesunde Heimkehr aller Teilnehmer des Mainzer Rosenmontagszuges und die Mitarbeiter von Polizei sowie Sanitätsdiensten gebetet. Auch musikalisch stand der Gottesdienst ganz im Zeichen der Fastnacht: Das "Wonnegauer Blasorchester" und die "Finther Schoppensänger" spielten auf.
Bereits am Samstag zogen unter dem Motto "Römer in Mainz" rund 4.000 verkleidete Kinder und Jugendliche aus 17 Schulen und 13 Kindergärten mit viel Helau und Musik durch das Zentrum der Landeshauptstadt. Mit dem 54. Jugendmaskenzug des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) bereiten sich die Narren auf den Höhepunkt der Straßenfastnacht, den Rosenmontagszug, vor. Der Leitspruch des von etwa 70.000 Besuchern bewunderten Umzugs für den Nachwuchs lautete in diesem Jahr: "Legionen und Kohorten, in Mainz an allen Orten, machen deutlich und sehr klar: Die Römer, sie sind wieder da."
Polizei zieht positive Bilanz
Auch in anderen Orten in Rheinland-Pfalz zogen die Fastnachter und Karnevalisten durch die Straßen. So etwa beim 20. Kinder- und Jugendumzug in Lahnstein oder dem Festzug im pfälzischen Landau.
Eine positive Bilanz hat auch die Polizei in den Fastnachts- und Karnevalshochburgen gezogen. Die Präsidien in Mainz, Trier und Koblenz meldeten auf dapd-Anfrage keine besonderen Vorkommnisse.
Allerdings ist es an verschiedenen Orten im Land zu kleineren Auseinandersetzungen unter zumeist betrunkenen Narren gekommen. So meldet beispielsweise die Polizeiinspektion Simmern im Hunsrück drei Schlägereien nach dem Umzug am Samstag. Unter anderem hatte ein 21-Jähriger den Angaben zufolge einer anderen Person eine Sektflasche auf den Kopf geschlagen. In der Nacht zum Sonntag haben bei einer Karnevalsveranstaltung in Singhofen (Rhein-Lahn-Kreis) mehrere Täter auf eine Person bis zur Bewusstlosigkeit eingeschlagen.
Vermehrt Arbeit wird auf die Polizei voraussichtlich am Montag zukommen, wenn die Rosenmontagszüge beispielsweise durch die Mainzer und Koblenzer Innenstadt ziehen, Tausende von Besuchern werden erwartet.
dapd
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