02.05.2011, 11:05 Uhr | dapd
Leipzig (dapd-lsc). Sachsen will sich für stabile Rundfunkgebühren über das Jahr 2013 hinaus einsetzen. Die Umstellung auf die Haushaltsabgabe solle nicht zu höheren Gebühren führen, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) der "Leipziger Volkszeitung". Um das sicherzustellen, sei die vom Freistaat geführte AG Beitragsstabilität von den Länderchefs eingesetzt worden.
Eine Aufgabe Sachsens sehe er darin, zu hinterfragen, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen Beitrag zur Kostendämpfung leistet, sagte Tillich der Zeitung. "Bei den öffentlich-rechtlichen Programmen sehe ich die Verantwortung vor allem darin, nicht per se Quote zu machen."
Den Kauf der Champions-League-Rechte durch das ZDF kritisierte der Ministerpräsident. Der Mehrwert für den Zuschauer sei gering, denn er habe die Spiele schon zuvor frei empfangen können, jetzt bezahle er sie mit seinen Gebührengeldern. "Da müssen in den zuständigen Gremien wie dem ZDF-Verwaltungsrat schon entsprechende Fragen gestellt werden."
Weiter kündigte der Politiker an, über den ZDF-Verwaltungsrat und als Koordinator für die Medienpolitik der Union mehr Fernsehfilmproduktionen nach Mitteldeutschland holen zu wollen.
Sachsen koordiniert seit April die Medienpolitik der Unions-regierten Länder. Tillich ist ebenfalls seit April Mitglied im ZDF-Verwaltungsrat.
dapd
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