28.01.2011, 12:39 Uhr | DAPD
Hamburg (dapd-nrd). Mehr als 30.000 Beschäftigte der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie bekommen bereits ab Februar mehr Geld. In 25 Betrieben in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und dem nordwestlichen Niedersachsen werde die für den 1. April vereinbarte Tariferhöhung von 2,7 Prozent vorgezogen, teilte ein Sprecher der IG Metall Küste am Freitag in Hamburg mit.
"Die Beschäftigten profitieren dadurch von dem überraschend schnellen Aufschwung in Branchen wie der Automobilindustrie und dem Maschinenbau", sagte die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau. Die Gewerkschafterin setzt darauf, dass in den kommenden Wochen weitere Unternehmen die Tariferhöhung vorziehen: "In Betrieben, denen es wirtschaftlich gut geht und die in der Krise besonders von Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzungen betroffen waren, wird das von den Beschäftigten erwartet."
Die vorgezogene Tariferhöhung gilt etwa für die 12.500 Mitarbeiter der Daimler AG in Bremen, weitere 2.500 in Hamburg sowie für die Beschäftigten an den norddeutschen Standorten von Philips und Siemens. Weitere Beispiele sind Hella und Lürssen in Bremen, Kramer in Bremerhaven, GKN in Kiel, Sauer Danfoss in Neumünster sowie Still, Jungheinrich und Hydro Aluminium in Hamburg. Die rund 5.000 Beschäftigten der Dräger AG in Deutschland erhalten ab März mehr Geld.
Nach dem Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie kann die im April fällige Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,7 Prozent um zwei Monate vorgezogen oder nach hinten verschoben werden.
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