22.11.2010, 13:42 Uhr | DAPD
Leipzig (dapd-lsc). Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer (CDU) hat für den Verzehr von mehr Wild geworben. Das heimische Wildbret sei eines der hochwertigsten Nahrungsmittel überhaupt und gehöre deshalb wieder verstärkt auf die Teller, erklärte Kupfer am Montag in Leipzig. Da die Tiere häufig Mais und Raps von Feldern fräßen und Jungpflanzen im Wald beschädigten, helfe man so auch den Förstern und Bauern.
Im vergangenen Jagdjahr wurden laut Umweltministerium in Sachsen rund 66.000 Stück Schalenwild, also unter anderem Reh-, Schwarz- und Dammwild erlegt. Wild mache jedoch weniger als ein halbes Prozent des gesamten Fleischkonsums im Freistaat aus. Dass Wildbret teuer, nur im Winter erhältlich oder schwer zuzubereiten sei, bezeichnete Kupfer als "häufig verbreitete Vorurteile". Sachsen verfüge im Übrigen über eine hohe Wilddichte, so dass sich viele Tiere stark vermehrt hätten.
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