07.02.2012, 14:39 Uhr | dapd
Der Freistaat wird immer öfter unfreiwilliger Erbe. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl solcher Nachlässe im Vergleich zu 2010 um 49 auf 412, wie das Finanzministerium am Dienstag mitteilte. Innerhalb von vier Jahren vervierfachten sich damit die staatlichen Erbfälle. In vielen Fällen handelt es sich um verwahrloste Grundstücke und Gebäude. Für deren Sicherung musste das Land und damit der Steuerzahler 2001 insgesamt 272.530 Euro aufbringen.
Ressortchef Wolfgang Voß (CDU) sprach von einer bedenklichen Entwicklung. Grund für die Zunahme sogenannter Fiskalerbschaften seien sich ändernde Familienstrukturen sowie vielfach stark belastete Grundstücke. Der Staat erbt, wenn Familienmitglieder das Erbe ausgeschlagen. Derzeit verwaltet oder verwertet Thüringen 426 bebaute Grundstücke sowie 1.084 Landwirtschafts- und 175 Waldflächen.
dapd
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