22.03.2011, 12:24 Uhr | dapd
Baden-Baden (dapd-bwb). Der CDU-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag, Peter Hauk, sieht in der Frage des Atomausstiegs keine parteiinternen Unstimmigkeiten mehr zwischen Ministerpräsident Stefan Mappus und Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
Man werde sich jetzt darauf einigen, mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien "zügiger" aus der Atomenergie auszusteigen, sagte der Fraktionschef dem Südwestrundfunk am Dienstag in Baden-Baden. Nach der Atomkatastrophe in Japan habe ein grundlegendes Umdenken begonnen, was die Frage des Restrisikos angehe.
Hauk geht allerdings davon aus, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien "teurer für den Verbraucher" werde. Die Kilowattstunde Strom werde in den nächsten Jahren mindestens zwei Cent mehr kosten als bisher. Befürchtungen, ein Stromkonzern wie die Energie Baden-Württemberg (EnBW) könne wegen des schnelleren Atomausstiegs an Wert verlieren, hielt Hauk für unbegründet.
EnBW habe bereits den "größten regenerativen Anteil" unter den vier großen Stromversorgern. Deshalb stünden dem Unternehmen in den nächsten Jahren bei der Wertentwicklung "goldene Zeiten" bevor.
dapd
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