04.03.2011, 14:44 Uhr | dapd
Ramstein (dapd-rps). Der Angriff auf einen Bus des US-Militärs am Mittwoch am Frankfurter Flughafen mit zwei Toten und zwei Schwerverletzten hat unter den US-Streitkräften in Ramstein "tiefe Betroffenheit" ausgelöst. Man müsste nun die Hintergründe der "so noch nie da gewesenen" Tat feststellen und dann die bisher geltenden Sicherheitsmaßnahmen überprüfen, sagte ein Sprecher des Hauptquartiers der US-Luftwaffe in Europa am Donnerstag in Ramstein auf dapd-Anfrage.
Nach Angaben des Sprechers sollten die "etwa ein Dutzend" Soldaten an Bord des Busses zur Ramstein Air Base nahe Kaiserslautern gebracht werden. Von dort aus sollten sie zu Einsätzen in die "Südwest-Asienregion" verlegt werden, womit dem Sprecher zufolge sowohl der Irak als auch Afghanistan bezeichnet werden.
Nach Angaben des Sprechers handelte es sich bei dem Transfer um einen Routineablauf der US-Streitkräfte. Soldaten aus verschiedenen Regionen werden in Ramstein gesammelt und anschließend von dort zu ihren Einsatzorten geflogen. Bei den Transfers halten sich die Soldaten bis zu zwei Tage auf dem Stützpunkt auf.
Die Hintergründe des Angriffs sind bislang noch nicht geklärt. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 21-jähriger Mann aus dem Kosovo festgenommen. Alle Soldaten an Bord des Busses gehörten zu einer auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Lakenheath in Großbritannien stationierten Einheit.
dapd
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