13.01.2011, 13:08 Uhr | DAPD
Düsseldorf (dapd-nrw). Der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen fordert mehr staatliches Engagement bei der Armutsbekämpfung. "Armutsbekämpfung und Armutsprävention, die Sicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums, dies sind und bleiben staatliche Aufgaben", sagte der Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Fries am Donnerstag beim Neujahrsempfang des VdK in Düsseldorf. 2011 sei zwar das Europäische Jahr des Ehrenamts, aber ehrenamtliches Engagement könne nicht den Sinn haben, staatliche Leistungen zu ersetzen oder einzusparen.
Vor allem gegen Kinderarmut müssen nach Einschätzung des Sozialverbands mehr Anstrengungen unternommen werden. Denn arme Kinder von heute seien die armen Erwachsenen von morgen und die armen Alten von übermorgen, mahnte Fries. Seinen Angaben zufolge rechnen Experten damit, dass sich der Anteil der über 65-Jährigen, die auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen seien, bereits bis zum Jahr 2025 vervierfachen wird.
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