30.08.2011, 16:42 Uhr | dapd
Berlin (dapd-bln). Nach mehr als sieben Jahrzehnten kehren Kunstwerke des ehemaligen Jüdischen Museums Berlin zurück nach Berlin. Bei der Ausstellung "Auf der Suche nach einer verlorenen Sammlung. Das Berliner Jüdische Museum (1933-1938)" seien ausgewählte Werke von Moritz Oppenheim, Lesser Ury, Leonid Pasternak und Max Liebermann zu sehen, teilte die Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum am Dienstag mit. Die Ausstellung wird vom 10. September bis 30. Dezember im Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße in Mitte gezeigt.
Anfang 1933 wurde laut Stiftung in der Oranienburger Straße das damals umfangreichste und modernste jüdische Museum eröffnet. Weltweit war es das erste jüdische Museum, das nicht nur Kunstwerke und historische Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit, sondern auch jüdische Kunst der Moderne sammelte und ausstellte. Fünf Jahre später beschlagnahmten die Nazis das gesamte Museumsinventar.
Dem Jüdischen Museum als Institution der Berliner Jüdischen Gemeinde war den Angaben zufolge trotz der widrigen Umstände eine enorme Wirkung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft beschieden. So gelang es in den fünf Jahren seiner Existenz, eine Reihe von wichtigen - im damaligen Deutschland einzigartigen - Ausstellungen zu präsentieren und eine außerordentliche Kunstsammlung aufzubauen.
Das Centrum Judaicum ist dem Erbe dieses ersten jüdischen Museums in Berlin, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befand, in besonderer Weise verbunden und hat umfangreiche Recherchen zum Verbleib dieser einzigartigen Kunstsammlung unternommen, wie es hieß. Große Teile dieser Kunstsammlung befinden sich heute im Israel Museum in Jerusalem und im Skirball Cultural Center in Los Angeles.
dapd
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