03.01.2011, 13:23 Uhr | DAPD
Hamburg (dapd-nrd). Das von den Hamburger Bürgern abgelehnte Modell der sechsjährigen Primarschule wird nun an mehreren Grundschulen der Stadt getestet. Die Schulbehörde habe vier Anträgen zugestimmt, teilte Schulsenator Dietrich Wersich (CDU) am Montag in Hamburg mit. Die ausgewählten Schulversuche seien alle mit Zustimmung der dortigen Eltern, Schüler und Lehrer zustande gekommen. "Damit wurde gleichzeitig die Zusage eingehalten, weder 'flächendeckend' noch 'durch die Hintertür' doch noch die Primarschule einzuführen", sagte Wersich. Ihm sei wichtig gewesen, dass die Eltern auch an diesen Schulen die Möglichkeit hätten, ihre Kinder nach der 4. Klasse an weiterführenden Schulen anzumelden.
Nach dem Volksentscheid, mit dem die Einführung der Primarschule im Juli 2010 abgelehnt worden war, wollten neun der ursprünglichen 24 sogenannten Starterschulen (Primarschulen) auf eine sechsjährige Grundschule umstellen. Die vier nun teilnehmenden Schulen in den Stadtteilen Eimsbüttel, Lokstedt, Wilhelmsburg/Kirchdorf Süd und Heimfeld sollen zehn Jahre lang erproben, ob längeres gemeinsames Lernen schwachen Schülern zu besseren Leistungen verhelfen kann. Wissenschaftler sollen den Versuch begleiten und die Ergebnisse auswerten.
Mit der Primarschule war eines der Prestigeprojekte von Schwarz-Grün im Sommer 2010 gescheitert. In dem Volksentscheid hatten sich die Hamburger gegen das längere gemeinsame Lernen ausgesprochen.
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