19.09.2011, 16:45 Uhr | dapd
Nach dem vorläufigen Endergebnis des Statistikamtes Berlin-Brandenburg ist die SPD mit 28,3 Prozent als stärkste Kraft aus der Berliner Abgeordnetenhauswahl vom Sonntag hervorgegangen. Das sei seit 1990 nur das viertbeste Ergebnis der Sozialdemokraten, sagte die Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach am Montag in Berlin. 1990, 2001 und 2006 hatte die SPD besser abgeschnitten. Im Vergleich zur vorangegangenen Abgeordnetenhauswahl verlor die SPD 2,5 Prozentpunkte.
Auf die SPD folgt die CDU mit 23,4 Prozent (plus 2,1 Prozentpunkte). Das sei das zweitniedrigste Ergebnis der Christdemokraten in Berlin seit 1990, sagte die Landeswahlleiterin. Die Grünen erzielten mit 17,6 Prozent (plus 4,5 Prozentpunkte) ihr bislang bestes Ergebnis bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen. Die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast verfehlte jedoch ihr Ziel, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden.
Die Linke wurde mit 11,7 Prozent (minus 1,7 Prozentpunkte) nur viertstärkste Partei. "Durch die Verluste der Regierungsparteien ist eine Fortsetzung der Koalition von SPD und den Linken rechnerisch ausgeschlossen", sagte Michaelis-Merzbach.
Die FDP wird mit 1,8 Prozent nicht mehr im Abgeordnetenhaus vertreten sein. Die überaus starken Verluste der Liberalen von 5,8 Prozentpunkten seien kaum auf ihre Rolle in der Berliner Politik der vergangenen fünf Jahre zurückzuführen, sondern erschienen eher als Reaktion auf bundesweite Trends, sagte die Landeswahlleiterin.
Die Piraten ziehen mit 8,9 Prozent erstmals ins Abgeordnetenhaus ein. Sie gewannen rund 130.000 Stimmen. Bemerkenswert sei besonders, dass sie flächendeckend gewonnen hätten, sagte Michaelis-Merzbach. Selbst ihr niedrigstes Ergebnis in einem Bezirk, in Steglitz-Zehlendorf, habe noch 6,4 Prozent betragen. In Mitte und Pankow erreichten die Piraten mehr als zehn Prozent, in Friedrichshain-Kreuzberg 14,7 Prozent. "Sie können in alle Bezirksverordnetenversammlungen einziehen und haben nach dem Wahlergebnis in Friedrichshain-Kreuzberg sogar Anspruch auf einen Stadtrat", betonte die Landeswahlleiterin.
Von den insgesamt 152 Sitzen im Abgeordnetenhaus erhält die SPD 48, die CDU 39, die Grünen 30, die Linke 20 und die Piraten 15.
Die Wahlbeteiligung war etwas höher als vor fünf Jahren. Von den rund 2,47 Millionen Wahlberechtigten in Berlin gaben 60,2 Prozent ihre Stimme bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus (2006: 58 Prozent) und 57,4 Prozent (2006: 55,8 Prozent) zu den Bezirksverordnetenversammlungen ab.
Die erste Analyse des Statistikamtes zur Abgeordnetenhauswahl 2011 zeige, dass die SPD "deutlich unterdurchschnittliche Werte" in Briefwahlbezirken mit vielen Hartz-IV-Empfängern erhielt, ergänzte die Landeswahlleiterin. Dagegen habe die CDU "überdurchschnittliche Werte" in Stadtgebieten mit einem hohen Anteil alteingesessener Bevölkerung erzielt.
In Gebieten mit einem großen Anteil mittlerer Altersgruppen erfuhren die Grünen den größten Zuspruch. Die Linke wurde im Osten Berlins vor allem in Gebieten mit vielen Älteren und Alteingesessenen gewählt. Dagegen erreichte die Linke überdurchschnittliche Ergebnisse in Gegenden im Westteil der Stadt, wo viele junge Erwachsene, mittlere Altersgruppen, Nichtdeutsche und Hartz-IV-Empfänger wohnen.
Die FDP fand den geringsten Zuspruch in Gebieten mit vielen Hartz-IV-Empfängern. Die Piraten wurden überdurchschnittlich stark gewählt in Gegenden mit jungen Wählern und Nichtdeutschen.
dapd
aldi01 schrieb:
am 19. September 2011 um 18:38:30
(3)
(0)
die SPD verliert gegenüber der CDU 4,3%
lassen sich aber als strahlende Sieger feiern. Sowohl CDU als auch SDP nähern sich Grünenniveau
und merken es nicht einmal. Glückwunsch an die Piraten macht was draus. Wenn bei der nächsten Wahl noch alle Rentner eine Rentnerpartei wählen, geht in Berlin das Heulen und Wehklagen los.
mehr
Kommentar melden
Reiner schrieb:
am 19. September 2011 um 17:56:49
(3)
(2)
Berlin
Lieber Herr Wowereit: Herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Ich weiss nicht ob dieser Heinrich, der hier kommentiert, derselbe ist wie bei
Stuttgart 21, Gott bewahre!!!! Seien Sie so gut und überlegen lange und gut ob Sie mit der Grünen alles ablehnungspartei zusammengehen oder in ordentlichen Verhandlungen( Sie sind der Seniorpart) mit der CDU eine grosse Koalition bilden die wesentlich mehr möglichkeiten der Regierung des Volkes hat. SIE sehen was in BaWü und RhlPf. mit diesen Regierungen FUNKTIONI
mehr
Kommentar melden
hobby schrieb:
am 19. September 2011 um 17:55:23
(4)
(0)
wahlen
die menschen sollten sich mehr mit politik beschäftigen dann würden die wahlen anders ausgehen !
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Nie wieder offline - endlos surfen & simsen. Nummer mitnehmen und 25,- € sichern. von congstar.de