13.12.2010, 13:37 Uhr | DAPD
Magdeburg (dapd-lsa). Die Versauerung der Waldböden in Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen 15 Jahren zugenommen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Waldzustandsberichts, der am Montag von Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) in Magdeburg vorgestellt wurde. Die Anzahl der Proben mit überhöhten Säurewerten sei in Bodentiefen von bis zu 60 Zentimetern im Vergleich zu vor 15 Jahren um bis zu 13 Prozentpunkte gestiegen, sagte der Leiter der Studie, Johannes Eichhorn.
Ursache für die Versauerung der Böden seien Stickstoffablagerungen und Abgase aus dem Straßenverkehr. Darüber hinaus befänden sich noch immer Schadstoffe in den Böden, die sich in den 70er und 80er Jahren abgelagert hätten, sagte Eichhorn. Um gegen die zunehmende Versauerung der Böden vorzugehen, kündigte Umweltminister Aeikens an, in den kommenden zehn Jahren die Waldböden gezielt kalken zu wollen. Im Laufe des nächsten Jahres werde genau geprüft, in welchen Waldgebieten eine Kalkung erforderlich sei, sagte der Minister.
Der Zustand der Bäume in Sachsen-Anhalt hat sich dem Bericht zufolge im Vergleich zu 2009 kaum verändert. Der Bestand der Kiefern, die mehr als 50 Prozent des Baumbestandes im Land ausmachen, sei stabil, sagte Aeikens. Der Zustand der Bäume wurde in diesem Jahr zum 20. Mal untersucht. Forstexperten hatten nach Angaben des Umweltministeriums an 280 Stellen im Wald rund 7.000 Bäume begutachtet.
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