21.03.2011, 15:39 Uhr | dapd
Nürnberg (dapd-bay). Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) fordert einen stärkeren Schutz der Wälder. "Wir kritisieren, dass in Bayern und Deutschland Schutz und Nutzung der Wälder nicht in Einklang stehen", erklärte der Landesbeauftragte des BN, Richard Mergner, am Montag in Nürnberg zur Eröffnung des Internationalen Jahres der Wälder. Hierzulande fehle es an einer ausgewogenen Gesamtstrategie, die neben der nachhaltigen Nutzung auch mehr nutzungsfreie Wälder berücksichtige.
Es könne nicht nur darum gehen, die Wälder als Rohstofflieferanten oder als Flächenreserve für neue Straßen und Siedlungen zu betrachten. Zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Politik müssten auch deren Beitrag für Klimaschutz, sauberes Trinkwasser, Artenvielfalt, saubere Luft und Erholung sein.
Der BN bemängelt weiter, dass gerade in Bayern beim dauerhaften Schutz alter Wälder Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander klafften und fordert, mehr Waldschutzgebiete ohne Nutzung in den Staatswäldern auszuweisen. Ein Nationalpark im Nordsteigerwald und deutlich mehr und größere Naturwaldreservate seien in ganz Bayern notwendig.
"Bayern und Deutschland handeln unglaubwürdig, wenn sie auf internationaler Ebene mehr Schutz für Regenwälder fordern, aber nicht bereit sind, die Hausaufgaben im eigenen Land zu machen", kritisierte der BN.
dapd
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