14.03.2011, 10:48 Uhr | dapd
München/Düsseldorf (dapd-nrw). Im Streit um die Zukunft der WestLB kritisiert NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) die EU-Kommission: "Es hat sicher Fehler gegeben bei den Landesbanken. Aber daraufhin haben sich offenbar ein paar Leute in Brüssel in das Thema und insbesondere die WestLB verbissen", sagte der Minister dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Wir werden nicht dazu beitragen, eine öffentlich-rechtliche Bank nach der anderen kaputt zu machen."
Walter-Borjans rechnet durch die drastische Verkleinerung des Instituts mit einer Belastung des Landes in hoher einstelliger Milliardenhöhe. Wenn dieser Betrag über eine lange Zeit anfalle und keine Restrisiken mehr drohten, habe man wenigstens Sicherheit, sagte Walter-Borjans weiter.
Bei der landeseigenen Immobiliengesellschaft BLB sieht Finanzminister "viele Fragezeichen". Angesichts der Kostensteigerungen beim Landesarchiv Duisburg und dem Polizeipräsidium Köln sei es merkwürdig, dass mehrfach private Investoren bei Grundstückskäufen zwischengeschaltet wurden. "Vor allem dann, wenn die Folge jedes Mal war, dass der BLB später die Areale mit hohen Aufschlägen erwerben musste", sagte Walter-Borjans weiter. Im Ganzen müsse man mit einer Schadenssumme in dreistelliger Millionenhöhe rechnen.
dapd
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