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Wanka sieht schwierige Diskussion um Studiengebühren

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Wanka sieht schwierige Diskussion um Studiengebühren

20.04.2011, 10:42 Uhr | dapd

Hannover (dapd-nrd). Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) hält gegen den bundesweiten Trend an Studiengebühren fest. "Die Diskussion über Studiengebühren wird auf jeden Fall schwieriger, wenn nur noch zwei Bundesländer sie erheben", sagte Wanka am Dienstagabend in Hannover. In der Politik müsse man aber auch gegen Widerstände für das Richtige kämpfen. Früher hätten bundesweit 70 Prozent der Studierenden Gebühren gezahlt. Derzeit wollten nur noch die Regierungen in Bayern und Niedersachsen daran festhalten.

Die CDU-Politikerin ließ offen, ob sich ihre Partei auch im nächsten Landtagswahlkampf weiter zu Studiengebühren bekennen wird. "Das ist keine Entscheidung, die ich alleine treffe. Das muss man insgesamt strategisch betrachten", sagte sie. Die Qualität der Lehre an den Hochschulen könne man aber nur über die Gebühren verbessern. Wenn man dagegen Landesmittel in zusätzliches Lehrpersonal investiere, müsse man nach der Kapazitätsverordnung für die Universitäten auch immer die Zahl der Studierenden erhöhen.

Die Wissenschaftsministerin legte eine detaillierte Liste der 7.511 zusätzlichen Studienplätze vor, mit deren Hilfe die niedersächsischen Hochschulen im Wintersemester den Ansturm durch den doppelten Abiturjahrgang und die Abschaffung der Wehrpflicht bewältigen sollen. Demnach werden die Universitäten 4.326 zusätzliche Studienanfänger aufnehmen, die übrigen Hochschulen 3.149. Die Universität Hannover wird mit 1.015 weiteren Plätzen für Anfänger ihre Kapazität am stärksten erhöhen.

Wanka zog außerdem eine positive Bilanz ihres ersten Amtsjahres und kündigte die Vorlage eines Innovationskonzeptes für Niedersachsen an. Zudem wolle sie sich vermehrt um die Integration bislang bildungsferner Schichten in die Universitäten bemühen, sagte sie.


dapd  

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