20.01.2012, 15:29 Uhr | dapd
In elf baden-württembergischen Städten und Gemeinden müssen sich Pendler am Montag auf Einschränkungen im Busverkehr privater Unternehmer einstellen. Die Gewerkschaft ver.di rief nach eigenen Angaben rund 1.000 Busfahrer zu einem eintägigen Warnstreik auf. Die Arbeitgeber seien nach der dritten Verhandlungsrunde aufgefordert worden, ihr Angebot zu verbessern, hätten dies aber abgelehnt. Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) wies die Kritik der Gewerkschaft zurück.
Gestreikt werden soll im Markgräfler Land, in Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd, Neuenstadt, Schwäbisch Hall, Schwäbisch Hall Land, Tübingen, Reutlingen, Tuttlingen. Ver.di fordert für die Beschäftigten unter anderem Verbesserungen der der Urlaubs- und Krankheitsbezahlung sowie bei Feiertags- und Schichtregelungen.
Der Verhandlungsführer des WBO beim Tarifstreit im privaten Omnibusgewerbe, Eberhard Geiger, sagte, der Verband habe ein "gutes Angebot" gemacht. Die Gesamtforderung von ver.di sei "absolut unangemessen" und für die Unternehmen wirtschaftlich nicht darstellbar.
Geiger warf der Gewerkschaft vor, sie habe mit ihrem "kompromisslosen Festhalten" an ihrem gesamten Forderungskatalog diese aktuelle Situation herbeigeführt. Die Arbeitgeberseite halte ihr Angebot nach wie vor aufrecht und sei zu weiteren Gesprächen bereit.
dapd
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