05.01.2011, 09:31 Uhr | DAPD
Stuttgart (dapd-bwb). In Baden-Württemberg gibt es weiterhin ein Geburtendefizit. Im ersten Halbjahr 2010 wurden nach vorläufigen Ergebnissen 41.334 Kinder geboren, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 49.015 Menschen im Land. Bereits seit dem Jahr 2006 übersteigt in Baden-Württemberg die Zahl der Sterbefälle die der Geborenen. Dagegen war der Südwesten noch in den Jahren 2001 bis 2005 das einzige Bundesland mit einem Geburtenüberschuss.
Allerdings hat sich das Geburtendefizit gegenüber dem 1. Halbjahr 2009 von rund 9.500 auf 7.700 verringert. Als Gründe gaben die Statistiker einen leichten Anstieg bei den Geburten und einen Rückgang der Zahl der Gestorbenen an. Dennoch ist nach Einschätzung des Landesamtes nicht zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt. Vielmehr wird erwartet, dass sich das Defizit weiter vergrößert, da die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter sinkt.
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