09.06.2011, 13:32 Uhr | dapd
München (dapd-bay). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßt die Einigung zwischen dem Landesamt für Datenschutzaufsicht und dem US-Softwarekonzern Microsoft zu seinem Internet-Kartendienst ''Streetside''. "Die Einigung ist nicht nur ein Erfolg für den Datenschutz, der damit gestärkt wird. Sie ist auch ein weiterer Beleg für die Durchsetzungskraft unserer unabhängigen bayerischen Datenschutzaufsichtsbehörde", sagte Herrmann am Donnerstag in München.
"Der richtige Umgang mit dem Datenschutz schafft Vertrauen, das immer mehr zum Grundkapital aller Diensteanbieter im Internet wird", sagte Herrmann weiter. Mit den Zusagen werde die beim Geodatendienst ''Bing Maps Streetside'' entstandene Diskussion um die Einräumung eines Vorabwiderspruchsrechts beendet.
Microsoft bietet Millionen Deutschen nun doch einen Vorabwiderspruch für seinen Internet-Kartendienst an, wie das Landesamt für die Datenschutzaufsicht zuvor in Ansbach mitgeteilt hatte.
Microsoft hatte Ende Mai begonnen, die 50 größten deutschen Städte in der Bundesrepublik abzufahren und die Häuserfronten zu fotografieren. "Streetside" soll von diesem Herbst an Googles 360-Grad-Dienst "Street View" Konkurrenz machen.
Bisher hatte sich Microsoft strikt geweigert, betroffenen Bewohnern und Hausbesitzern zu ermöglichen, die Veröffentlichung des Materials in seinem 360-Grad-Dienst schon im Vorfeld zu verhindern. Dies soll mit einem entsprechenden Formular nun bis September möglich sein.
dapd
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