14.04.2011, 13:33 Uhr | dapd
Hamburg (dapd). Zur Rettung des in Deutschland vom Aussterben bedrohten Schreiadlers (Aquila pomorina) sollen jetzt in Mecklenburg-Vorpommern ausgewählte Lebensräume artgerecht umgestaltet werden. Dazu werden in fünf Brutgebieten auf Flächen von jeweils 50 Hektar Wald geschützt und angrenzende Äcker in Grünland und Brachen umgewandelt, wie die Deutsche Wildtier Stiftung am Donnerstag in Hamburg mitteilte.
"Wir wollen mit Land- und Forstwirten im Naturpark Feldberger Seenlandschaft und bei Teterow im Kreis Güstrow langfristige Verträge abschließen, damit der Schreiadler auch in Zukunft geeignete Lebensräume findet", sagt Projektleiter Andreas Kinser. Es gehe vor allem darum, die Nahrungshabitate der Schreiadler zu sichern, die überwiegend in den landwirtschaftlich genutzten Offenlandbereichen im Radius von drei Kilometern um den Horst herum jagen. Wirtschaftliche Nachteile würden den Land- und Forstwirten durch Zahlungen ausgeglichen. Insgesamt stehen für das Tierschutzprojekt 1,5 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel zur Verfügung.
Nach ihrer Rückkehr aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten brüten derzeit in Deutschland nur noch weniger als 100 Schreiadlerpaare, die meisten von ihnen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
dapd
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