21.10.2010, 09:20 Uhr | DDP
Stuttgart (dapd-bwb). Der Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden und Wendlingen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verzögert sich weiter. Die für Donnerstag angesetzte Verhandlung vor dem Landgericht Stuttgart ist wegen Krankheit des Angeklagten verschoben worden. Das Gericht habe sich vor der Entscheidung mehrere medizinische Gutachten vorlegen lassen, sagte ein Gerichtssprecher auf dapd-Anfrage. Bereits am Dienstag war ein Verhandlungstermin abgesagt worden. Ob der Prozess in der kommenden Woche fortgesetzt werden kann, stand noch nicht fest.
Genauere Angaben zu der Krankheit des angeklagten 51-Jährigen konnte der Gerichtssprecher nicht machen. Vor Gericht hatte die Verteidigung ausgeführt, dass der Angeklagte wegen einer schweren Herzerkrankung bereits operiert werden musste und psychische Probleme hat.
Der Vater von Tim K. muss sich seit Mitte September vor Gericht verantworten, weil er seinem Sohn Zugriff auf eine erlaubnispflichtige Schusswaffe sowie Munition ermöglicht hat. Der 17 Jahre alte Schüler hatte am 11. März 2009 bei einem Amoklauf in Winnenden und seiner anschließenden Flucht in Wendlingen 15 Menschen und anschließend sich selbst getötet. Die Tatwaffe hatte er aus dem Schlafzimmer der Eltern entwendet.
dapd
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