23.02.2012, 15:38 Uhr | dapd
Die Mitarbeiter der Wismarer Sonnenstromfabrik der Centrosolar AG haben sich am Donnerstag am bundesweiten Protest gegen die vom Bund beabsichtigten Kürzungen der Solarförderung beteiligt. Etwa 150 Mitarbeiter machten vor den Werkstoren ihren Befürchtungen Luft, wegen ausstehender Aufträge ihre Arbeitsplätze zu verlieren. Der Vorstandsvorsitzende der Münchener Centrosolar Group AG, Alexander Kirsch, sprach sogar von einer "massiven Pleitewelle" der Branche, die sich ankündige, sollten die Pläne umgesetzt werden.
"Bei Kürzungen in diesen Größenordnungen könnte trotz weiterer Kostensenkungen keiner mehr richtig Geld verdienen, nicht mal die Chinesen", sagte Kirsch in Wismar. Die Solarförderung sei in den vergangenen Jahren teilweise zu hoch gewesen, schätzte Kirsch ein. Der technische Fortschritt und der Übergang zur Massenfertigung hätten die Kosten drastisch gesenkt. "Aber das geht nicht in alle Ewigkeit so weiter. Wir sind von der Garagenfertigung in die Produktion übergegangen, die Kurve der Kostendeckung geht jetzt nicht mehr so steil weiter nach oben", sagte Kirsch.
In Wismar werden jährlich etwa 800.000 Solarmodule hergestellt, wobei jedes Modul etwa einen Meter mal 80 Zentimeter groß ist. 350 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Erst im vergangenen Jahr wurde für etwa 20 Millionen Euro eine neue Werkshalle gebaut. "Die steht jetzt leer", sagte Hirsch. "Und die Pläne des Bundes werden auch nicht helfen, sie zu füllen."
Der Neubau war für einen Großauftrag mit einem asiatischen Halbleiterhersteller geplant worden. Die Zahl der Beschäftigten sollte sich dafür schrittweise auf bis zu 1.000 erhöhen. Diese Pläne seien jetzt gefährdet, "die Folgen sind noch schwer abzuschätzen", sagte Hirsch.
Die Münchner Centrosolar Group AG beschäftigt im In- und Ausland eigenen Angaben zufolge etwa 1.100 Mitarbeiter. Einer der größten Fertigungsstandorte ist die Centrosolar Sonnenstromfabrik in Wismar, produziert wird auch in Fürth sowie in einem Werk in China.
dapd
Kernbeißer schrieb:
am 23. Februar 2012 um 16:31:41
(0)
(0)
Solarsubventionen
Subventionen haben wirtschaftlich immer kurze Beine. Wenn ein marktuntaugliches Produkt, die die Solartechnik mit
Gewalt´(Subventionen) gegen den Markt durchgesetzt wird, endet das immer in Firmenauflösungen, sobald der Subventionsgeber kalte Füße bekommt. Die bekommt er zu recht, weil ihm die Steuerzahler auf die Füße steigen, nicht einsehen, den Solarunternehmen ihre unwirtschaftliche Produktion dauerhaft zu finanzieren. Schade für die betroffenen Arbeitnehmer, aber Arbeitssuchende gibt es vie
mehr
Kommentar melden
leser123 schrieb:
am 23. Februar 2012 um 15:56:03
(0)
(0)
Sonnenstrom
Ich verstehe jeden, der durch seine Arbeit in Firmen der Solarbranche sein Geld verdient und nicht arbeitslos werden möchte.
Aber, dann hätte die EU auch schon mal dafür sorgen können/müssen, daß nicht die Billigimporte aus China auf die Dächer kommen, sondern EU-Produkte. Nur hier ist es doch so, daß die Handwerker sich goldene Nasen verdienen, Die Betreiber noch goldenere Nasen und der Stromzahlkunde die A..chkarte gezogen hat. So geht das auch nicht.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Nie wieder offline - endlos surfen & simsen. Nummer mitnehmen und 25,- € sichern. von congstar.de