14.03.2011, 14:30 Uhr | dapd
Stuttgart (dapd-bwb). Die baden-württembergische SPD will die Fördergelder für den Wohnungsbau in Falle einer Regierungsbeteiligung verdoppeln. Spitzenkandidat Nils Schmid sagte am Montag in Stuttgart: "Im Gegensatz zu Schwarz-Gelb werden wir die Wohnungsnot in Baden-Württemberg nicht einfach hinnehmen, sondern dafür sorgen, dass wieder mehr Wohnungen gebaut werden."
Sollte die SPD nach der Landtagswahl an der Regierung beteiligt sein, werde sie das Volumen der Wohnraumförderung von derzeit 48,45 auf 100 Millionen Euro erhöhen.
Die Aktionsgemeinschaft Impulse für den Wohnungsbau, ein Bündnis von Vertretern der Bau- und Immobilienwirtschaft und Mietern aus dem ganzen Land, unterstützt nach eigenen Angaben das Vorhaben. In einigen Städten und Regionen in Baden-Württemberg sei die ausreichende Versorgung mit Wohnraum heute schon nicht mehr gewährleistet, sagte der Sprecher der Aktionsgemeinschaft, Jochen Bayer.
Der Neubau von Wohnungen müsse verdoppelt werden, um Engpässe und steigende Mieten in Baden-Württemberg zu vermeiden. Er plädiere deshalb dafür, die Abschreibungssätze im Mietwohnungsbau zu erhöhen, um auch den privatwirtschaftlichen Wohnungsbau anzukurbeln.
Laut Experten müssten für die Jahre 2008 bis 2025 insgesamt über eine Million Wohnungen in Baden-Württemberg neu gebaut werden, umgerechnet also rund 60.000 Wohnungen pro Jahr, sagte Bayer weiter. Errichtet wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Jahr 2008 aber lediglich rund 27.500 neue Wohneinheiten, 2009 nur 25.400 Wohnungen.
Die Verdoppelung der Investitionen will Schmid für die gesamte Legislaturperiode durch die Abtretung von Forderungen des Landes aus Wohnraumdarlehen an die Landeskreditbank finanzieren.
dapd
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