13.02.2012, 17:00 Uhr | dapd
Bayern droht in den kommenden Jahren eine deutliche Verschärfung des Wohnungsmangels. Sollte nicht bald wieder deutlich mehr gebaut werden, sei mit "weiter zunehmenden Anspannungen auf den Wohnungsmärkten" zu rechnen, warnte Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Montag in München. Betroffen seien vor allem die Ballungsräume. Unter anderem die Mieten in München eilten "von Rekord zu Rekord", sagte Eck. Abhilfe verspricht sich das Ministerium von der staatlichen Wohnraumförderung.
Gute Neuigkeiten verkündete der Staatssekretär in Bezug auf die Wohnungsbaugenehmigungen im Freistaat: In den ersten elf Monaten 2011 stieg ihre Zahl um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2010 wurden 42.416 Genehmigungen erteilt. Auch dies seien bereits 19 Prozent mehr als 2009 gewesen. Endgültige Zahlen für 2011 lägen allerdings noch nicht vor.
Allen Zuwächsen zum Trotz seien in der Vergangenheit aber nicht genug Wohnungen gebaut worden. So wurden Angaben des Ministeriums zufolge 2010 nur 33.137 Wohnungen tatsächlich fertiggestellt. Eigentlich nötig gewesen wären aber zwischen 41.000 und 48.000 neue Wohnungen. Insgesamt habe sich bis Ende 2010 ein Nachholbedarf von 282.000 Wohnungen "aufgestaut", sagte Eck. Preisgünstiger Wohnraum sei "Mangelware".
Eine sinkende Nachfrage ist dabei auch für die Zukunft nicht zu erwarten. Eck erläuterte, trotz mittelfristig stagnierender Bevölkerungszahlen sei mit einem Anstieg der Zahl der Haushalte im Freistaat um sechs Prozent bis 2029 zu rechnen. Deswegen seien in diesem Zeitraum 833.000 neue Wohnungen notwendig, 243.000 davon allein in München.
Besserung soll nach den Plänen des Ministeriums die staatliche Wohnraumförderung des Freistaats bringen. 2012 sollen wie schon im Vorjahr 205 Millionen Euro an Fördergeldern bereitgestellt werden, sagte Eck. Mit den Mitteln werden den Angaben zufolge Bau, Kauf und Modernisierung von Wohnungen und Heimplätzen gefördert.
Unterstützt werden solle dabei nicht nur der Wohnungsbau in den Ballungsräumen, sondern auch in ländlichen Regionen, betonte Eck. Die Förderung auf dem Land stelle eine "wichtige Haltefunktion für junge Familien" dar.
dapd
Arbeiter schrieb:
am 13. Februar 2012 um 19:35:16
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(1)
Wohnungsnot
natürlich bekommt man für 500 Euro keine 120 qm Wohnung in Großstädten.
Wer hart arbeitet, kann es sich leisten, Deutschland
ist Sozialstaat genug.
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