25.01.2012, 08:25 Uhr | dapd
Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen, Stephan Weil, hat Bundespräsident Christian Wulff den Rücktritt nahe gelegt. Wulff müsse am besten selbst dafür sorgen, "dass diese quälende Diskussion ein Ende nimmt", sagte er der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). Eine "moralische Instanz wie seine Vorgänger" sei der Bundespräsident schon lange nicht mehr.
Der derzeitige Oberbürgermeister von Hannover warf Wulff vor, die Verantwortung für Verfehlungen auf seine engsten Mitarbeiter abzuwälzen. Wenn man den entlassenen Pressesprecher Olaf Glaeseker als Wulffs "rechte Hand" bezeichne, sei der ehemalige Leiter der Staatskanzlei und heutige Chef des Bundespräsidialamts, Lothar Hagebölling, die "linke Hand". Es liege daher nahe, dass Hageböllings falsche Antwort vor dem Landtag zu einer Beteiligung am sogenannten Nord-Süd-Dialog nicht unabhängig erfolgt sei, sondern in der direkten Verantwortung des damaligen Ministerpräsidenten Wulff, sagte Weil.
dapd
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