04.03.2011, 15:18 Uhr | dapd
Erfurt (dapd-lth). Die Zahl der Insolvenzverfahren in Thüringen ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Die Amtsgerichte zählten 2010 4.200 Konkursanträge und damit 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt mitteilte. Davon entfielen 14,8 Prozent auf Unternehmen und 85,2 Prozent auf Privatpersonen. Die vorläufigen Gläubigerforderungen beliefen sich auf 692 Millionen Euro.
Die 620 insolventen Firmen beschäftigten 3.037 Arbeitnehmer. Die meisten Pleiten verzeichnete mit 119 Verfahren auch in diesem Jahr wieder das Baugewerbe, gefolgt vom Kfz-Gewerbe mit 99 Verfahren.
Der Statistik zufolge meldeten 2.717 private Verbraucher und damit nur fünf weniger als 2010 Insolvenz an. Zudem nahmen 808 ehemals Selbstständige das Insolvenzrecht in Anspruch. Dies entsprach einem Rückgang um 4,2 Prozent.
Die meisten Insolvenzfälle je 100.000 Einwohner registrierten die Amtsgerichte im Landkreis Sonneberg (292) sowie in den Städten Eisenach (247), Gera (246) und Erfurt (245). Die wenigsten Fälle gab es im Saale-Holzland-Kreis (125), im Ilm-Kreis (135) und im Saale-Orla-Kreis (141).
dapd
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