14.02.2012, 15:11 Uhr | presseportal.de
Wolfsburg (ots) - Helmstedt, Ziegenmarkt
13.02.12, 22.15 Uhr
Die Polizei Helmstedt bittet um Zeugenhinweise zu einem Raubüberfall am späten Montagabend auf dem Helmstedter Ziegenmarkt. Ein 44 Jahre alter Helmstedter gab an, dass er von drei unbekannten Tätern mit einer Holzlatte geschlagen wurde. Das Trio habe ihm die Geldbörse mit 120 Euro Bargeld abgenommen. Die Ermittler haben Zweifel an den Schilderungen des Opfers und hoffen, dass mit Hilfe von Zeugen sich das Geschehen aufklären lasse.
Gegen 23.30 Uhr wurde zunächst der 44-Jährige auf der Conringstraße leicht schwankend angetroffen. Der 44-Jährige gab an, dass gerade aus dem Krankenhaus komme, wo er sich behandeln lassen musste. Zur Polizei wollte er eigentlich erst am nächsten Tag gehen. Danach schilderte der 44-Jährige, dass er von drei unbekannten Tätern auf dem Ziegenmarkt in der Innenstadt angegriffen und beraubt worden sei. Einer der Unbekannten habe unvermittelt mit einer Holzlatte gegen seine Stirn geschlagen, so der Helmstedter. Während der zweite Täter ihn gegen eine Hauswand gedrückt habe, sei er von dem dritten Unbekannten mit einem Messer bedroht worden. Der leicht unter Alkoholeinfluss (0,83 Promille) stehende Helmstedter erlitt eine Platzwunde am Kopf.
Die Beamten vermuten jedoch ein anderes Geschehen, wie zuletzt in einem Fall aus dem Jahr 2011. Dort seien Ermittlungen wegen Ladendiebstahls zunächst gegen einen 59-jährigen Helmstedter geführt worden, so ein Ermittler. Erst durch die Zivilcourage eines Zeugen aus dem sozialen Umfeld des Helmstedters zeigte sich, dass der 59-Jährige ein mehrmonatiges Martyrium hinter sich hatte. Der Zeuge schilderte, dass der Helmstedter durch Schläge zu Betteleien und Ladendiebstählen von einem 28-jährigen Helmstedter gezwungen wurde. Dieses Wissen führte kürzlich zu der Verurteilung des 28-Jährigen wegen Bedrohung und räuberischer Erpressung in 15 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von über fünf Jahren.
Bezogen auf diese Tat am späten Montagabend vermuten die Ermittler, dass es zwischen Opfer und den noch unbekannten Beschuldigten Abhängigkeiten gibt, die aus Angst vor möglichen Hinterleuten in der Vernehmung verschwiegen werden. Auch in diesem Fall wird es Zeugen aus dem sozialen Umfeld geben, die entscheidende Hinweise geben und einen wesentlichen Beitrag dazu leisten könnten, die Straftat zu klären. Zeugen setzen sich bitte mit der Polizei Helmstedt unter der Rufnummer 05351-5210 in Verbindung.
Quelle: presseportal.de
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